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Archive for the 'Tiere im Garten und Balkon' Category

Das Bienensterben

Samstag, August 28th, 2010

Liebe Tierfreundinnen und Tierfreunde,

es gibt ein Thema, das uns alle als Tierschützer, Natur und Umweltschützer als VerbraucherInnen usw. gleichermaßen interessieren sollte und unser Protest hervorrufen sollte, unsere Aktivitäten erhöhen. Dieses Thema muß weit verbreitet werden, weil es in vielen Bereichen exestenzielle Folgen haben könnte und Auswirkungen ungeahnter Größe hervorrufen könnte: Das

Bienensterben
bienenSollten Sie Informationen brauchen, sich in das Thema einlesen möchten, bitte melden Sie sich.

Mit tierfreundlichen Grüssen

PrivatInitiative Tierschutz (PIT )

c/o Lothar Schwarz

Ettenheimerstr.9

D-77975 Ringsheim

Tel.: 07822/449072

Fax.: 07822/767150

eMail: info@lothar-schwarz.de

Igel Winzis kurzer Lebenslauf

Montag, August 23rd, 2010

igelkindsept2008021Ins Leben gerufen in lauschiger Nacht
Meine Eltern sich fanden , haben das gemacht,
was die Art erhält – auf ihre Weise
Wir waren zu dritt ganz winzig und leise,
warm behütet, versorgt es fehlte an nichts.
Der Mutter Stimme, ihr wiegender Gang

Wir fühlten uns wohl – mehr als einen Monat lang.
Wurden größer und stärker, die Mutter spürt es genau
Sie sorgte für uns - eine Igelfrau!
Sie baut uns ein Nest, schaff`s zur rechten Zeit.
Sie spürt es sicher- bald ist es so weit.

Es ist an der Zeit, wir zu allem bereit,
neugierig auf die kommende Zeit
alles dran, noch winzig und noch so klein
Es muß ja nicht alles gleich riesig sein.

Der Tag kam –eng war es, der Druck war groß
So verließen wir der Mutter Schoß
Im Nest war es wohlig, so kuschelig warm
Mama war da, sie nahm uns fast in den Arm
Ihr Bauch, so herrlich, so weich und so duftig
Ihr Quell ist gefunden, wir waren so durstig

Oh Mama so gut ist das, was du uns schenkst
So sanft du uns hin zu den Quellen lenkst.
Wir schlafen dann friedlich, seelig und satt
Wohl dem , der so eine Mama hat.

Noch sind unsre Augen und Ohren geschlossen
Die Milchquelle haben wir dennoch gerochen,
den Duft von Mama und unserem Nest
Wir fühlen uns sicher und schlafen ganz fest.

Noch sind unsre Beinchen so winzig und schwach,
aber die Kraft wird kommen, so nach und nach.
Unsre Stacheln, erst weiß, sind nun schon richtig grau
Wie bei Mama –einer so tollen Igelfrau

Die Welt um uns könnte nicht schöner sein.
Keine Sorgen, keinen Hunger, es ist alles so fein
Da bricht es herein über uns geschwind
Das Nest ist offen, wir spüren den Wind
Kalt ist es und so fürchterlich nass.

Wo ist unsere Mama? Allein sind wir schwach!
Wir zwitschern und rufen
Wir sind viel zu klein noch, um sie zu suchen.
Ob sie uns hört, unser zartes Rufen?

Da eine Stimme, so dunkel und laut
Nein – Mama ist es nicht, wir spüren´s uns graut.
Wir werden gehoben , bestaunt und bewegt,
Dann werden wir in fremde Hände gelegt

Wir haben doch Angst, die ist doch so groß!
Da nimmt uns der Mann auch noch auf seinen Schoß
Legt Tücher zum wärmen über uns drei
Was wird nun aus uns – oh Herr steh uns bei.

Der Mann spricht viel – wohl ins Telefon!
Und wir wissen gar nicht, was werden soll
Wo ist Mama? Sie hört uns wohl einfach nicht.
Wir kleinen liegen dicht an dicht,
wir atmen ganz sacht, nun rufen wir nicht.

Ein neuer Mensch, eine neue Stimme , die zu uns spricht.
Ein Kasten !
Und wieder ein drehen und hasten!
Wieder Tücher, die noch einmal anders riechen
Aber Wärme ist da – die wir dankbar genießen

Schon wieder gerüttelt und es ist so laut!
Was sich da um uns wohl zusammen braut?
Und wieder ein Mensch, wieder neue Tücher - - - -
Und Wärme und Ruhe – wir armen kleinen Viecher!

Ach Mama, wo bist Du, wir haben nur Angst!
Der Hunger meldet sich – wir werden fast krank!
Da kommt etwas –warmes, wie Milch an unser Mäulchen,
wir greifen danach, es füllt unsere Bäuche

Nein, Mama ist es nicht, die schmeckte viel besser
Und doch – wir sind ja keine verwöhnten Esser.
Dann endlich Ruhe, wir schlafen ein.
Soll es das alles gewesen sein?

Die neue Milch – das Bauchweh kommt
Unser Mensch hats gemerkt, er leise summt!`
Ein Finger so weich und warm,
fast wie Mama.

Zum Bäuchlein streicheln ist er da
Das tu tso gut, es erscheint das Bächlein,
es kommt das Häufchen, es erleichtert mächtig
Unserem Kleinsten war das wohl alles zuviel
Er rollt aus dem Nest, er wird merklich kühl

Der Mensch will helfen, er nimmt seine Hand,
wohl warm und weich, und doch nicht erkannt,
dass ein kleines Leben zum Himmel reist.
Die Kraft reichte nicht mehr. Wir sind nur noch zu zweit.

Der arme Kleine –zum Leben geboren
Das Licht nicht gesehen, nicht offen die Ohren
Nie die Wiesen gerochen, die Blumen dazu
Wir spüren die Tränen – unser Kleinstes hat Ruh

Wäre Mama da – vielleicht könnte sie es schaffen - - - -
So müssen wir zwei Großen uns zusammen raffen
Wir wollen leben, das ist unser Ziel

Die Äuglein öffnen sich bald,, dann erleben wir viel
Mit Mama wäre alles viel schöner und leichter.
Aber ein Mensch zum Glück hilft uns, so geht es weiter

Noch ist er traurig und glücklich zugleich
Seine Hände sind ja auch zärtlich und weich
Wir werden es schaffen und sie hat uns versprochen

So bald wie möglich wird an der Freiheit gerochen
Zur Freiheit geboren, geleitet respektvoll .
Nie so gut , wie Natur, doch mit Wissen und können, eine Chance uns gebend,
die wir nutzen können

Was ein Mensch ,viel zerstört– nicht nachdgedacht -
ein Mensch hat auch viel wieder gut gemacht.

Zwei Winzis, die ohne Mutter in einer Igelstation groß werden

Autorin: Karin Oehl

Junge Meisen erfrieren in schlechten Nistkästen

Dienstag, Juni 1st, 2010

Der kalte Frühling hat dramatische Folgen für die Vogelwelt: Viele junge Meisen sind in ihren Nistkästen erfroren. ….

Den ausführlichen Text lesen Sie unter: HAZ

Gartenvögel mögen keine Bio-Körner

Samstag, Mai 29th, 2010

Ein britisches Forscherteam hat entdeckt, dass Gartenvögel - wenn sie die Auswahl haben - konventionelle Körner Bioprodukten …..

Den ausführlichen Text lesen sie unter:  Tierschutznews.ch

Igel - ein Thema nicht nur für den Herbst

Mittwoch, Mai 5th, 2010

Jetzt rennen sie wieder - eigentlich in der Dämmerung u. nachts, sowie im
Morgengrauen - die Igel.
Schon wieder finden wir angefahrene oder überfahrene Igel an den
Straßenrändern, aber auch durch Gartengeräte verletzte Tiere

Sie sind aus dem Winterschlaf erwacht u. sind damit beschäftigt, ihre
verlorenen Fettreserven wieder aufzufüllen u. natürlich - einen
Partner/Partnerin zu finden.

Leider ist unser Umfeld , in dem die Igel als Kulturfolger leben müssen,
weil ihre angestammten Lebensräume weitestgehend zerstört und
verändert , sowie von Straßen durchzogen sind.

Bei angemessener Fahrweise müßten nicht so viele Igel ihr Leben auf der
Straße lassen.
Manchmal sind sie nur verletzt u. benommen u. sterben hinterher, weil
niemand hilft.

Nehmen wir einen verletzten Igel auf, braucht er tierärztliche Hilfe, denn die Verletzungen infizieren sich , eitern, Fliegen setzen sich darauf u. legen ihre Eier ab. Die Maden fressen zwar das infizierte Gewebe u. die Absonderungen, aber alles was frißt, scheidet auch aus u. das wieder ist für die Igel gefährlich - giftig.
Also - Igel umgehend vom Tierarzt behadeln lassen oder in einer
qualifizierten Igelstation.
Pflegen kann man das Tier auch zuhause.
Dazu bekommt es eine große Kiste - wenn es geht mindestens 1 1/2 qm groß, die mit Zeitung ausgelegt ist.
Dazu braucht der Igel ein kleines Schlafhaus mit einem etwa 10×10 cm. großen Einschlupfloch, ausgelegt mit Zeitung u. angefüllt mit Knüllpapier oder Haushaltsrollenpapier.
Blumenuntersätzer aus Ton, glasiert eignen sich hervorragend als Trink-u. Freßschälchen.

Wasser muß immer zur Verfügung stehen.
Als Futter eignen sich gek. Hühnerflügel, gek. Geflügelfleisch mit etwas
Kleie In der Pfanne gestocktes frisches Tartar, Katzenfutter mit ein paar Tropfen Maiskeimöl u. etwas Kleie als Ballaststoff..

Kann das Tier nicht selbstständig fressen, wird die Nahrung so stark
zerkleinert, daß sie mit einer Spritze aufgezogen werden kann u. man nimmt das Tierchen in Rückenlage in die Hand u. sucht mit dem Konus der Spritze das Mäulchen u. gibt die Nahrung sehr langsam hinein. Bitte darauf achten, ob der Igel schluckt.

Die Nahrung wird bei sehr geschwächten Tieren früh morgens u. abends
gereicht.

Die Anweisungen der Tierärzte oder Igelstation sind zu beachten bzlg.
Medikamenteneingabe, Bäder, etc. wenn der Igel nicht ständig transportiert u. damit gestresst werden soll.

Häufig findet man jetzt auch am Tag Igel, die ungeschützt in der Sonne
liegen oder auf wackeligen Beinchen umherlaufen.

Am Tag gefundene Igel sollten uns immer aufmerksam machen, denn der Igel ist von Natur aus ein Dämmerung-u. nachtaktives Tier.
Selten ist der Grund für die Sichtung am Tage eine Störung im Schlafnest.
Meist ist es eine bakterielle Erkrankung in Folge einer starken Verwurmung.

Die Igel wirken mager, walzenförmig, ihre Augen sind keine hervorstehenden halbkugelförmigen schwarzen Knöpfchen, sie sind ehen schlitzförmig oder gar nicht geöffnet u. tiefliegend.
Es kann sein, daß der Igel am Tag sehr unruhig herumläuft.
Seine Hinterlassenschaft ist kein braunes festes Würstchen, sondern
grünschleimig, manchmal blutig.

Achtung:
Igel leben am Boden , also im Dreck,
Krankheitserreger,die den Igel schwächen können auf Menschen übertragen werden, z. B. Eitererreger u. Salmonellen etc.

Mit ausreichender Hygiene - Händewaschen mit Seife u. Nutzung von
Handschuhen im Umgang mit den Tieren, sowei Sauberhaltung der Gehege u. Näpfe besteht für den Menschen keine Gefahr!

Für die Unterbringung der Igel gilt das Gleiche wie für verletzte Igel, auch was über die Fütterung gesagt wurde.
Aber:
Ein scheinbar unterernährter Igel ist einfach in der Regel krank.
Krankheit mit Futter u. Unterbringung heilen zu wollen ist illusorisch.
Die Tiere werden so einfach mit Liebe zu Tode gequält
Kranke Tiere brauchen tierärztliche Behandlung das heißt - zunächst einmal die Infektion behandeltn, den Igel stabilisieren,
Eine Kotuntersuchung zur Bestimmung der Parasitenarten ist zwingend
erforderlich.
Erst wenn der Igel stabil ist und frißt, darf entwurmt werden.
Wurmmedikamente sollen den Wurm im Inneren des Igels umbringen u. belasten auch den Igel, Ein kranker schwacher Igel kann daran sterben.

Noch ein Hinweis:

Kranke und verletzte Tiere brauchen nicht nur im Herbst unsere Hilfe,
sondern ganzjährig

Die berühmten 600 g im Herbst beziehen sich nur auf Tiere, die evtl spät geboren sind u. bei Frosteinbruch noch mit einem Gewicht von unter 600 g herumlaufen. Auch sie sind in der Regel nicht einfach unterernährt, sondern verwurmt und krank, weil sie nicht mehr die geeignete Nahrung in ausreichender Menge fanden u. letztendlich nur noch Würmer u. Schnecken aufnahmen, die Zwischenwirte ihrer Innenparasiten.

Wenn Igelbabys gefunden werden (zu erwarten zw. Juni u. Sept.):

fühlt sich das Tierchen kühl an - auf ein Tuch legen, handwarme Wärmflasche darunter, zudecken.
Mit einer Pipette oder Spritze ohne Nadel handwarmen Fencheltee tropfenweise ins Mäulchen geben Darauf achten, daß das Tierchen schluckt Schnellstens Kontakt mit einer qualifizierten Igelstation aufnehmen
Kein Versuch mit irgendeiner Milch - das führt zu Ernährungsstörungen, die tödlch ausgehen.
Igel sind Säugetiere das heißt - sie brauchen in der frühen Zeit ihres
Lebens die Milch ihrer Mutter
Wenn die Mutter aber unauffindbar ist, müssen sie mit einer Milch ernährt werden, die der Muttermilch ähnlich gemcht wird.
Dann muss man wissen, wie alt etwa das Tierchen ist, um sagen zu können, wieviel Milch zu viewielgen Mahlzeiten gegeben werden muß, wann man mit Zusatznahrung anfängt u. was ganz wichtig ist -
Nach der Fütterung ist das Toiletting, also das ermöglichen von
Ausscheidungen überlebenswichtig!

Igel dürfen keine Milch bekommen - sie vertragen sie nicht, sondern
reagieren mit tödlichen Durchfällen
(sie schlecken sie gern, weil sie süßlich ist. Leider wird ihnen von
Menschen in guter Absicht noch immer Milch gereicht ! )

Als Säugetiere brauchen aber Igelbabys bis zu einem gewissen Alter die
Muttermilch, bzw. eine der Muttermilch ähnlich gemachte Ersatzmilch

Hinweis:

unter www.pro-Igel.de gibt es einen Hinweis auf Merkblätter
Eines davon hat das Thema Aufzucht von Igelsäuglingen . Man kann es mit
einem Doppelklick öffnen u. wertvolle Hinweise finden
Das gleiche gilt zu den hier besprochenen Themen

Karin Oehl

++++++++

Eine Genehmigung zur Veröffentlichung des Textes von Frau Oehl liegt uns vor.

Ameisen riechen die Umwelt in Stereo

Samstag, März 20th, 2010

Ameisen können mit ihren beiden Antennen “Stereoriechen”, was ihre Fähigkeit zur Navigation deutlich verbessern dürfte. ….

Den ausführlichen Text lesen Sie unter: Tierschutznews.CH

Mit Insekten gegen invasiven Knöterich

Samstag, März 20th, 2010

Ein kleiner Käfer soll Großbritannien von einem unliebsamen Pflanzeneindringling befreien. Der japanische Staudenknöterich (Fallopia japonica) ist eine ausdauernde und schnellwüchsige Pflanze,…..

Den ausführlichen Text lesen Sie unter: Tierschutznews.CH

Igel im Frühling

Samstag, März 20th, 2010

Achtung:

Für in menschlicher Obhut überwinterte Igel gilt: Aussetzen erst dann, wenn die Nachttemperaturen +8° nicht mehr unterschreiten Die Natur muß ausreichend Unterschlüpfe bieten und die Insekten müssen als Futter für die Igel reichlich vorhanden sein. Man sollte sich nicht täuschen. Im Freien überwinterte Igel werden schon gesichtet. Dennoch ist es für unsere Schützlinge noch zu früh!!!!!!

Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte…

… und die alljährlichen Igelprobleme beginnen aufs Neue. In diesem Jahr hat sich der Frühling schwer getan, zu uns zu kommen, aber jetzt waren die letzen Tage doch recht mild und die Natur ist mächtig voran gekommen. Die ersten Igel sind aus dem Winterschlaf erwacht. Sie haben es noch schwer, denn als Insektenfresser finden sie jetzt noch keine ausreichende Nahrung.
Nach dem Erwachen aus dem Winterschlaf, der ja kein Schlaf in unserem Sinne ist, braucht der Igel zunächst einmal seine Ruhe, um sich wieder an die aktive Phase zu gewöhnen. Das Herz schlägt wieder schneller, die Körpertemperatur steigt an, die Atmung wird tiefer und schneller. Die Speckschicht ist dahin geschmolzen und der Stachelbalg schlottert ihm um den mageren Körper.

Essen, Trinken und …

Die ersten Schritte sind nach den Stunden des Aufwachprozessen wackelig und langsam. Jetzt braucht unser stacheliger Freund erst mal Wasser, egal, ob aus der Pfütze, dem Bächlein oder auch den Tau von Pflanzen und Gräsern. Und dann begibt sich der wandelnde Kaktus auf Futtersuche. Igel haben kein Revierverhalten, wie viele andere Tiere und sie jagen auch nicht. Es ist ein Suchen und Finden. Der Igel, als dämmerung- und nachtaktives Tier hat kein besonders gutes Sehvermögen, aber er hört und riecht ausgezeichnet und so
findet er seine Nahrung. Auf der Nahrungssuche muss er noch weite Strecken zurück legen. Die Gefahr ist daher groß, von einem Auto erwischt zu werden.

…Partnersuche

Das Gleiche gilt für die bald beginnende Partnersuche. Schon liegen die
ersten Kandidaten wieder platt gefahren auf den Straßen. Bei angepasster Fahrweise wären viele Tieropfer zu vermeiden. Dem Igel hilft sein angeborenes Verhalten - einrollen und abwarten bis die Gefahr vorbei ist - gar nicht, wenn ein Auto im Spiel ist. Und ein toter Igel lernt nicht mehr.
Dennoch, so scheint es manchmal, daß einige Igel einen Lernprozess
durchzumachen. Manche schätzen ab, ob nun das rasche Weglaufen oder das Einrollen das Überleben sichert.

Gefährdeter Lebensraum - Verletzungen…

Der Igel, als Kulturfolger des Menschen, hat in unserem Umfeld leider nicht das Paradies gefunden. Jetzt werden die Gärten wieder fein gemacht. Altes Gesträuch wird entfernt und damit mancher Igelunterschlupf. Schadhafte Zäune werden ausgebessert und damit manchem Igel der Weg in bessere Nahrungsgründe versperrt. Aber auch beim Kompostumsetzen wird in den Haufen hinein gestochen und den einen oder anderen Igel erwischt es böse. Da der Igel im Dreck lebt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, daß sich Wunden infizieren und, besonders wenn es wärmer wird, dass Fliegen ihre Eier in die infizierten Wunden legen. Die rasch schlüpfenden Maden fressen den Igel bei lebendigem Leibe.

Sie sehen, nicht nur im Herbst und bei den berühmten “Unter-600
g-Körpergewicht” brauchen Igel Hilfe. Mit Achtsamkeit können wir erreichen, dass viel weniger Tiere zu Opfern unseres Handelns werden. Die beste Hilfe für Igel ist natürlich, ihnen einen Lebensraum zu lassen oder zu bereiten, wo sie sich satt fressen und ihre Jungen großziehen können; wo sie sich ungefährdet zum Ruhen in ihre selbst gewählten Unterschlüpfen zurückziehen können. Hilfe ist auch, Gefahren zu erkennen und abzuwenden. Wenn menschliche Hilfe bei Krankheit oder Verletzung unumgänglich ist, dann sollte sie unbedingt sachkundig sein. Das Gleiche gilt für die Aufzucht
verwaister Igelsäuglinge, die ab Ende Mai, Anfang Juni bis in den September
hinein, zu erwarten sind. Das ist landschafts- und witterungsgebunden
unterschiedlich.

…fehlende Nahrung…

Wir haben es uns leider gedankenlos zur Gewohnheit gemacht, so genannte Unkräuter mit Stumpf und Stiel auszurotten und dafür Pflanzen einzusetzen, die uns gefallen, die bei uns gedeihen. Aber: Die heimischen Pflanzen sind die Kinderstube der heimischen Insekten = Igelnahrung. Fehlen sie, fehlen Arten und das bedeutet eine Reduzierung der Nahrungsvielfalt für den Igel.
Die eingebürgerten, für uns sehr schönen Pflanzen, bieten der heimischen Insektenwelt gar nichts. So verringern wir alljährlich die Artenvielfalt in unserem Umfeld etwas mehr. Dazu kommt noch die Verletzungsgefahr der Igel durch Gartengeräte, besonders so genannte Rasentrimmer, die gedankenlos eingesetzt werden unter überhängendem Strauchwerk, Büschen etc.

… Gefahr durch Gift und Gartenteich

Und dann geht es auch schon wieder los mit der Giftspritze. Alle
Nahrungstiere des Igels werden vernichtet, die vergifteten, leicht zu
erhaschenden Tiere belasten auch die Igel. In manchen Gärten wird an einem Platz Unrat aus dem Garten aufgehäuft und schließlich ohne großes Nachdenken angezündet und verbrannt. So mancher Igel verbrennt mit. Wer sich jemals verbrannt hat, weiß, wie weh es tut.

Noch immer sind viele unserer so beliebten Gartenteiche Todesfallen für
Igel, wenn die Seiten steil und ohne Ausstiegshilfen sind. Igel können zwar schwimmen, aber sie erschöpfen sich leicht und müssen dann ertrinken. Nicht zugedeckte Kellerschächte oder andere diverse Gruben wurden schon so manchem Tier zum Verhängnis.

Igel leben nachweislich seit der Kreidezeit auf diesem Planeten. Bemühen wir uns alle darum, dass uns der kleine sympathische nachtaktive Kobold noch lange erhalten bleibt. Ich hoffe, daß Sie alle mit Wohlwollen, offenen Auges und wachen Sinnes auch für die kleinen stacheligen Sympathieträger durch das Jahr gehen.

Igel gefunden - und nun?

Jetzt rennen sie wieder - eigentlich in der Dämmerung und nachts, sowie im
Morgengrauen - die Igel. Schon wieder finden wir angefahrene oder
überfahrene Igel an den Straßenrändern, aber auch durch Gartengeräte verletzte oder kranke Tiere. Sie sind aus dem Winterschlaf erwacht und sind damit beschäftigt, ihre verlorenen Fettreserven wieder aufzufüllen und natürlich - einen Partner/Partnerin zu finden. Leider ist unser Umfeld, in dem die Igel als Kulturfolger leben müssen, weil ihre angestammten Lebensräume weitestgehend zerstört und verändert sowie von Straßen durchzogen sind, nicht mehr igelfreundlich. Bei angemessener Fahrweise müßten nicht so viele Igel ihr Leben auf der Straße lassen. Manchmal sind sie nur verletzt u. benommen u. sterben hinterher, weil niemand hilft.

Nehmen wir einen verletzten Igel auf, braucht er tierärztliche Hilfe, denn die Verletzungen infizieren sich, eitern, Fliegen setzen sich darauf und legen ihre Eier ab. Die Maden fressen zwar das infizierte Gewebe und die Absonderungen, aber alles was frißt, scheidet auch aus und das wieder ist für die Igel gefährlich - giftig. Also - Igel umgehend vom Tierarzt behandeln lassen oder in einer qualifizierten Igelstation.

…..Pflege

Pflegen kann man das Tier auch zuhause. Dazu bekommt es eine große Kiste - wenn es geht 1 1/2 qm groß -, die mit Zeitung ausgelegt ist. Dazu braucht der Igel ein kleines Schlafhaus mit einem etwa 10×10 cm großen Einschlupfloch, ausgelegt mit Zeitung u. angefüllt mit Knüllpapier oder Haushaltsrollenpapier. Blumenuntersätzer aus Ton, glasiert, eignen sich hervorragend als Trink-u. Freßschälchen. Wasser muß immer zur Verfügung stehen. Als Futter eignen sich gekochte. Hühnerflügel, gekochtes Geflügelfleisch mit etwas Kleie. In der Pfanne gestocktes frisches Tartar, Katzenfutter mit ein paar Tropfen Maiskeimöl und etwas Kleie als Ballaststoff.

Igel sind keine Nagetiere, sondern Insektenfresser - also keinen Salat,
keine Banane oder Nüsse füttern. Kann das Tier nicht selbstständig fressen, wird die Nahrung so stark zerkleinert, daß sie mit einer Spritze aufgezogen werden kann und man nimmt das Tierchen in Rückenlage in die Hand u. sucht mit dem Konus der Spritze das Mäulchen und gibt die Nahrung sehr langsam hinein. Bitte darauf achten, ob der Igel schluckt. Die Nahrung wird bei sehr geschwächten Tieren früh morgens u. abends gereicht. Die Anweisungen der Tierärzte oder Igelstation sind zu beachten bzgl. Medikamenteneingabe, Bäder, etc. wenn der Igel nicht ständig transportiert u. damit gestresst werden soll.

Häufig findet man jetzt auch am Tag Igel, die ungeschützt in der Sonne
liegen oder auf wackeligen Beinchen umherlaufen.

Ist der gefundene Igel pflegebedürftig?

Am Tag gefundene Igel sollten uns immer aufmerksam machen, denn der Igel ist von Natur aus ein dämmerungs- und nachtaktives Tier. Selten ist der Grund für die Sichtung am Tage eine Störung im Schlafnest. Meist ist es eine bakterielle Erkrankung in Folge einer starken Verwurmung.

Die Igel wirken mager, walzenförmig, ihre Augen sind keine hervorstehenden halbkugelförmigen schwarzen Knöpfchen, sie sind eher schlitzförmig oder gar nicht geöffnet und tiefliegend. Es kann sein, daß der Igel am Tag sehr unruhig herumläuft. Seine Hinterlassenschaft ist kein braunes festes Würstchen, sondern grünschleimig, manchmal blutig.

Achtung: Igel leben am Boden, also im Dreck. Krankheitserreger,die den Igel schwächen, können auf Menschen übertragen werden, z. B. Eitererreger und Salmonellen, etc. Mit ausreichender Hygiene - Händewaschen mit Seife u. Nutzung von Handschuhen im Umgang mit den Tieren, sowie Sauberhaltung der Gehege und Näpfe besteht für den Menschen keine Gefahr! Für die Unterbringung der kranken Igel gilt das Gleiche wie für verletzte Igel, auch was über die Fütterung gesagt wurde.

Aber: Ein scheinbar unterernährter Igel ist einfach in der Regel krank.
Krankheit mit Futter u. Unterbringung heilen zu wollen ist illusorisch. Die
Tiere werden so einfach mit Liebe zu Tode gequält. Kranke Tiere brauchen tierärztliche Behandlung. Das heißt - zunächst einmal die Infektion behandeln, den Igel stabilisieren. Eine Kotuntersuchung zur Bestimmung der Parasitenarten ist zwingend erforderlich. Erst wenn der Igel stabil ist und frißt, darf entwurmt werden. Wurmmedikamente sollen den Wurm im Inneren des Igels umbringen und belasten auch den Igel, Ein kranker schwacher Igel kann daran sterben.

Noch ein Hinweis:

Kranke und verletzte Tiere brauchen nicht nur im Herbst unsere Hilfe,
sondern ganzjährig. Die berühmten 600 g im Herbst beziehen sich nur auf Tiere, die evtl. spät geboren sind und bei Frosteinbruch noch mit einem Gewicht von unter 600 g herumlaufen. Auch sie sind in der Regel nicht einfach unterernährt, sondern verwurmt und krank, weil sie nicht mehr die geeignete Nahrung in ausreichender Menge fanden und letztendlich nur noch Würmer und Schnecken aufnahmen, die Zwischenwirte ihrer Innenparasiten.

Igelbabies - noch ist es nicht so weit, ab Juni muß man damit rechnen!

Wenn Igelbabies gefunden werden (zu erwarten zwischen Juni und September):
Fühlt sich das Tierchen kühl an - auf ein Tuch legen, handwarme Wärmflasche darunter, zudecken. Mit einer Pipette oder Spritze ohne Nadel handwarmen Fencheltee tropfenweise ins Mäulchen geben. Darauf achten, daß das Tierchen schluckt. Schnellstens Kontakt mit einer qualifizierten Igelstation aufnehmen!

Kein Versuch mit irgendeiner Milch - das führt zu Ernährungsstörungen, die tödlch ausgehen. Igel sind Säugetiere das heißt - sie brauchen in der frühen Zeit ihres Lebens die Milch ihrer Mutter. Wenn die Mutter aber unauffindbar ist, müssen sie mit einer speziellen, verträglichen Milch ernährt werden, die der Muttermilch ähnlich gemacht wird. Dann muss man wissen, wie alt etwa das Tierchen ist, um sagen zu können, wieviel Milch zu viewielen Mahlzeiten gegeben werden muß, wann man mit Zusatznahrung anfängt und was ganz wichtig ist: nach der Fütterung ist das “Toiletting”, also das Ermöglichen von Ausscheidungen überlebenswichtig!

Igel dürfen als Futter keine Milch bekommen - sie vertragen sie nicht,
sondern reagieren mit tödlichen Durchfällen (sie schlecken sie gern, weil sie süßlich ist. Leider wird ihnen von Menschen in guter Absicht noch immer Milch gereicht ! )

Als Säugetiere brauchen aber Igelbabies bis zu einem gewissen Alter die Muttermilch, bzw. eine der Muttermilch ähnlich gemachte Ersatzmilch.

Hinweis:

Unter www.pro-Igel.de gibt es einen Hinweis auf Merkblätter. Eines davon
hat das Thema Aufzucht von Igelsäuglingen. Man kann es mit einem Doppelklick öffnen und wertvolle Hinweise finden. Das gleiche gilt zu allen hier besprochenen Themen.

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Eine Genehmigung zur Veröffentlichung des Textes von Karin Oehl liegt uns vor. Vielen Dank dafür!

Tiere finden kaum noch Nahrung

Dienstag, Februar 16th, 2010

Der ungewöhnlich harte und lange Winter hat zahlreichen Tieren in Wald und Feld das Leben gekostet. Manche Populationen, sagen Experten, werden das Frühjahr nur arg dezimiert erleben. Vor allem Wasservögel und Fische seien in großer Zahl verendet. …..

Den ausführlichen Text lesen Sie unter:  Newsclick

Schwere Zeiten für Greifvögel

Dienstag, Februar 16th, 2010

Schneereiche Winter erschweren die Nahrungssuche – Waldtiere haben kaum Probleme ….

Den ausführlichen Text lesen Sie unter:  Mainpost

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