Nach mehreren Jahren Tierheimaufenthalt habe ich ihn vor 8 Wochen in Pflege genommen. Im Tierheim zeigte er sich zwar den Pflegerinnen und Gassigängern gegenüber
unproblematisch, aber bei Besuchern und damit natürlich auch Interessenten, versteckte er sich in seiner Box oder knurrte und fletschte sie vom Zwinger weg. Dadurch und weil man kaum etwas über sein Verhalten in einem Zuhause sagen konnte, hatte er leider kaum Vermittlungschancen.
Zu Gary:
Gary ist ein Angsthund, der erst einmal Angst vor allem Fremden hat! In der kurzen Zeit bei uns hat sich jedoch in Alltagssituationen sehr schnell, sehr gut entwickelt. Das Leben in der Wohnung kennt und mag er mittlerweile, alleine bleiben, Autofahren, in gewohntem Gebiet entspannt spazieren gehen
ist alles gar kein Problem mehr! Auch bei Besuch, der ihm anfangs großen Stress bereitet hat, wird er immer gelassener. Im Garten fühlt er sich wohl und neigt überhaupt nicht zum Ausbrechen, unser Jägerzäunchen reicht vollkommen, denn er bleibt am liebsten auf bekanntem Territorium 
Das Zusammenleben mit unserer Pflegehündin klappt sehr gut und in ungewohnten Alltagssituationen orientiert er sich sogar sehr oft an unserer ihr. Draußen reagiert er auf Hündinnen oder kastrierte Rüden freundlich oder desinteressiert.
Nun könnte alles perfekt sein, wenn da nicht folgendes, großes Problem wäre:
Gary ist unsicheren und hundeunerfahrenen Personen gegenüber sehr unsicher.
Meinem Lebensgefährten fehlt diese Sicherheit im Umgang mit Gary. Er hat keine Hundeerfahrung und zudem noch beruflich bedingt wenig Zeit sich mit Gary zu beschäftigen. Die anfängliche manchmal angstaggressive Verhalten von
Gary ihm gegenüber(Schwanz einkneifen und fletschen) hat ihn so verunsichert, dass er ihm gegenüber absolut unsicher geworden ist. Was leider dazu führt, dass die beiden ein gegenseitiges Meideverhalten aufgebaut haben oder Gary Bernds unsichere Annäherungen mittlerweile immer häufiger abwehrt. Ein Teufelskreis, der ein dauerhaftes stressfreies
Zusammenleben für beide unmöglich macht
Im Umgang mit hundeerfahrenen Personen, nicht nur mit mir, zeigt er sich dagegen sehr folgsam, gelehrig, verspielt und verschmust, sucht regelrecht nach Führung und will alles richtig machen!
Deshalb suche ich für Gary ganz dringend eine erfahrene Pflege- oder Endstelle (ich glaube dort könnten auch Katzen leben, denn draußen reagiert er auf Katzen freundlich), in der alle im Haushalt lebenden Personen Hundeerfahrung haben und ihm Sicherheit geben können, damit er nicht wieder ins Tierheim muss.
Unsere Hundetrainerin hat Bernd auch versucht zu erklären, warum Gary so reagiert und ihm gezeigt, wie er sich sicherer Verhalten kann, aber er schafft es nicht seine Angst zu überwinden und einem Hund kann man Souveränität eben nicht vorspielen
Ich hoffe sehr, dass irgendjemand diese Mail liest, der Gary die Chance bieten kann, die ich ihm bieten wollte. Ins Tierheim zurück zu müssen, wäre für ihn traumatisch und er hat so deutlich gezeigt, dass er sich uns Menschen anschließen kann und will! Im Tierheim hat er sich so lange zurückgezogen, kaum gefressen und kam mit nur 20 kg bei 60 cm SH zu uns.
Seit 4 Wochen frisst er hier, als ob er nie etwas bekommen hätte und hat schon 1,5 Kilo zugenommen. Nachts schläft er 12-14 Stunden durch. Endlich nicht mehr alleine und zumindest durch mich behütet hat er wohl auch eine ganze Menge Schlaf nachzuholen.
Wenn ihr helfen könnt oder Fragen habt, wendet euch bitte einfach per Mail,
unter 0261-22172 oder 0177-5066779 an mich.
Gary hat so sehr eine Chance verdient! Anbei noch ein paar aktuelle Bilder von Gary (einmal mit Pflegeline Lara).
Traurige Grüße
Nadine